Eisbaden ist nicht nur ein Trend – es ist ein Lebensgefühl.
Ich bin in Finnland aufgewachsen und gehe schon seit meiner Kindheit ins kalte Wasser. Das Eisbaden ist dort eng mit der Sauna verbunden: Nach der Hitze kühlt man sich im Meer oder im See ab – oder, wenn kein Wasser in der Nähe ist, rollt man sich einfach im Schnee und macht Schneefiguren. Eine wunderschöne Kindheitserinnerung!
Kältetherapie tut dem Körper unglaublich gut – sie regt die Durchblutung an, stärkt das Immunsystem und beschleunigt die Regeneration. Doch vor allem ist sie gut für den Geist. Dieses ruhige, klare und zugleich energiegeladene Gefühl danach ist einfach magisch.

Eisbaden ist Magie für dein Gehirn
Wenn du ins eiskalte Wasser steigst, reagieren Körper und Gehirn sofort – und zwar auf die beste Art und Weise.
Die Kälte löst die Ausschüttung von Endorphinen und Dopamin aus – deinen natürlichen Glücks- und Motivationshormonen. Deshalb fühlt man sich danach so ruhig, klar und fast ein wenig euphorisch.
Gleichzeitig lernt dein Nervensystem, mit Stress gelassener umzugehen. Das senkt langfristig Angst und innere Unruhe und stärkt deine Konzentrationsfähigkeit. Eisbaden aktiviert zudem das sogenannte „Rest-and-Recover“-System deines Körpers, was zu besserem Schlaf und klarerem Denken führt.
Und vielleicht das Schönste: Wenn du im kalten Wasser stehst, ganz auf deinen Atem und deinen Herzschlag konzentriert, wird dein Kopf still. Es ist ein Moment echter Achtsamkeit – wenn Körper und Geist im Einklang sind.

Meine 10 Tipps für eine Großastiges Eisbade-Erlebnis
Eisbaden klingt auf den ersten Blick vielleicht verrückt – aber mit der richtigen Einstellung und Vorbereitung wird es zu einem der erfrischendsten Rituale überhaupt.
Es geht nicht darum, wie lange du im Wasser bleibst oder wie kalt es ist – es geht darum, auf deinen Körper zu hören und diesen Moment der Ruhe und Klarheit zu genießen.
Hier sind meine persönlichen Tipps, damit dein erstes (oder nächstes) Eisbade-Erlebnis sicher und mit echtem finnischen Spirit gelingt:
1. Niemals allein gehen
Auch wenn Eisbaden viele Vorteile hat, birgt es gewisse Risiken. Gehe niemals allein ins kalte Wasser – Sicherheit geht immer vor!
2. Sauna und Kälte richtig kombinieren
Wenn du Sauna und Eisbaden kombinierst, beginne und beende dein Ritual mit kaltem Wasser. So reguliert dein Körper die Temperatur auf natürliche Weise und du schwitzt danach weniger.
3. Vorher aufwärmen
Bewege dich ein wenig, bevor du ins Wasser gehst – laufe, schwinge die Arme oder dehne dich leicht. Eine gute Durchblutung hilft dem Körper, den Kälteschock besser zu verkraften.
4. Kopf über Wasser lassen
Tauche deinen Kopf nicht unter! Die plötzliche Kälte kann das Gehirn überfordern. Besser: Kopf oben lassen – oder eine Mütze tragen, damit es schön gemütlich bleibt.
5. Schritt für Schritt steigern
Höre auf deinen Körper. Beim ersten Mal reichen oft schon ein paar Sekunden – das ist völlig in Ordnung! Mit der Zeit wirst du dich steigern.
6. Empfindliche Hände oder Füße? Draußen lassen.
Wenn deine Hände oder Füße schnell auskühlen, halte sie über dem Wasser – so kannst du länger bleiben, ohne dich unwohl zu fühlen.
Es gibt auch spezielle Badehandschuhe und -schuhe für Kaltwasserfreunde, die das Erlebnis noch angenehmer machen.
7. Auf die Atmung konzentrieren
Atme ruhig und tief. Eine bewusste Atmung hilft deinem Körper, sich an die Kälte anzupassen. Wenn du schreist oder in Panik gerätst, gerät dein Körper in den Schockmodus – bleib also ruhig und fokussiert.
8. Das Gefühl danach genießen
Wenn du aus dem Wasser kommst, bewege dich sanft oder bleibe einen Moment still und spüre, wie die Wärme in deinen Körper zurückkehrt. Genieße den Dopamin-Kick – das berühmte „After-Dip-High“.
9. Nicht sofort zurück in die Sauna
Lass deinen Puls erst zur Ruhe kommen. Der direkte Sprung von eiskalt zu heiß ist keine gute Idee – gib deinem Körper Zeit, sich an den Temperaturwechsel zu gewöhnen.
10. Warm bleiben danach
Trockne dich gut ab, zieh dich warm an – besonders Wollsocken wirken Wunder! Wolle hält die Wärme perfekt und sorgt für ein wohliges Gefühl nach dem Bad.
Wo kann man Eisbaden?
Wenn ich in meiner Heimat bin, besuche ich immer verschiedene öffentliche Saunen, um unterschiedliche Saunakulturen zu erleben. Einige der schönsten Saunen werden von Eisschwimmvereinen betrieben – stell dir eine warme, hölzerne Sauna direkt an einem zugefrorenen See oder am Meer vor. Was könnte schöner sein? Die Atmosphäre in diesen Saunen ist einfach einzigartig.
Natürlich ist das nicht immer möglich – aber die gute Nachricht ist: Eisbaden geht fast überall! Du brauchst keine große Anlage oder traditionelle Sauna, um es zu genießen. Du kannst in Flüssen, Seen oder im Meer baden – überall dort, wo das Wasser sauber und sicher ist. Ich persönlich liebe die Naturkulisse – sie macht das Erlebnis noch intensiver und erdender.
Und falls du keinen Zugang zu offenem Wasser hast, kannst du dir dein eigenes Kälteparadies zu Hause schaffen: Fülle einfach deine Badewanne mit kaltem Wasser, probiere kalte Duschen aus oder stelle ein kleines Kaltwasserbecken auf deinen Balkon oder in den Garten.
Und für alle in der Region Bayern – ja, du kannst auch eine mobile Sauna mieten! Unsere SEPPO SAUNA Mietsaunen im Großraum Regensburg sind vollständig mobil und können direkt an deinem Lieblingsplatz in der Natur aufgestellt werden – für das perfekte finnische Sauna- und Eisbadeerlebnis.

Eisbaden ist kein Wettbewerb und keine Mutprobe. Es geht darum, auf deinen Körper zu hören, dich mit der Natur zu verbinden und dein inneres Gleichgewicht zu finden – so wie wir es in Finnland tun.
Wenn du es noch nie ausprobiert hast: Fang langsam an, bleib dran – und dein Körper (und dein Gehirn) werden es dir danken.
